Yippieee!!!

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Manuskript_verkleinert

Das Manuskript des neuen Buchs ist fertig und ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder ob ich traurig bin. Wenn der letzte Satz geschrieben ist, endet immerhin die gemeinsame Zeit mit den Figuren des Romans. Mir fällt der Abschied jedes Mal schwer, egal ob bei Gerda und Otto oder eben jetzt bei ganz neuen Helden. Ich muss gestehen, dass mir die Beermanns aus meinem neuen Sommer-Roman richtig ans Herz gewachsen sind. Ich habe alle Turbulenzen rund um ihren Urlaub hautnah mit ihnen erlebt, habe mit ihnen gelacht und gelitten. Und was kommt jetzt? Alles, was sonst noch zum Buch-Job gehört: Titel prüfen, Cover, Klappentext, Werbung und noch eine ganze Menge anderer Sachen…

Und für alle Neugierigen gibt es schon mal eine Leseprobe aus Kapitel eins:

„Dann bleibe ich eben hier!“ Das saß. Keiner traute sich etwas zu sagen und ich glaube, die Kinder versuchten sogar, das Atmen einzustellen. Dem einzigen, dem nicht zum Heulen zumute war, das war ich. Und natürlich habe ich meine Freude über diese unvermutete Wendung zum Guten gleich überschwänglich zum Ausdruck gebracht. Aber niemand interessierte sich für mich. Eva hatte den Kopf in die Hände gestützt und weinte. Alma und Pepi saßen mit hängenden Köpfen am Tisch und schauten nur hin und wieder verstohlen zu ihrer Mutter hinüber. Dass die beiden sich hilflos fühlten und fürchteten, der gemeinsame Familienurlaub sei endgültig geplatzt, sah selbst ein Gefühlsasket wie ihr Vater Henner, dafür musste man kein Hund sein.

Was die Menschen aber auch immer mit ihrem Urlaub hatten! Das ganze Jahr über strampelten sie sich in ihrem Job ab und schimpften darüber, was alles nicht klappt und dann lassen sie für ein paar Wochen alles hinter sich und freuen sich über die Auszeit. Sobald sie aber wieder zu Hause sind, geht der gleich alte Trott von vorne los. Ich bin jedenfalls ziemlich zufrieden mit meinem Leben, ich genieße jeden einzelnen Tag. Gut, es gibt auch Nieten in der Jahreslotterie. Das sind dann solche Tage, an denen Eva meint, mir etwas Gutes tun zu müssen und mich in die Badewanne steckt. Hundewellness vom Feinsten: Shampoo mit Erdbeergeschmack, Nagelpflege und Föhnen. Grauenvoll!

Abgesehen davon, dass ich natürlich nicht stinke, sondern allenfalls über einen ausgeprägten Individualgeruch verfüge, hat das Bild von einem eingeseiften Bernhardiner in der Badewanne etwas Würdeloses. Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht eitel, jedenfalls nicht sehr, aber wenn Gott gewollt hätte, dass Hunde Spaß an solchen kosmetischen Auswüchsen hätten, dann hätte er uns auch eine Möglichkeit gegeben, euch Menschen zu zeigen, dass wir das toll finden. Hat schon mal jemand einen wedelnden Hund in der Badewanne gesehen? Nein? Seht ihr! Ich will jetzt aber nicht meckern und mosern, ich bin ja schließlich kein Mensch. Und die restlichen Tage im Jahr sind auch echte Volltreffer. Das ist auch der Grund, warum ich nicht in den Urlaub flüchten muss. Ich finde es toll, so wie es ist und will überhaupt nicht weg. Urlaub kann mir gestohlen bleiben!